Sportvereine dürfen sich auf viele Neuerungen freuen
Beim gemeinsamen Jahresempfang 2026 von Mülheimer Sportbund (MSB) und Mülheimer SportService (MSS), der am 19. Januar in der Westenergie Sporthalle abgehalten wurde, standen in besonderer Weise „Neuerungen“ im Fokus: Mehrere Bauvorhaben werden derzeit umgesetzt bzw. beginnen bald. Für weitere Maßnahmen sind vom Bund bzw. Land zusätzliche finanzielle Mittel bewilligt worden, um die man sich als Kommune bewerben kann. Außerdem gibt es erfreuliche Entwicklungen, die z. B. unmittelbar den zahlreichen ehrenamtlich Tätigen in den Mülheimer Sportvereinen zugutekommen.
Höhere Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen
So wies der MSB-Vorsitzende Frank Esser in seiner Rede etwa darauf hin, dass das Programm „Moderne Sportstätte“ für Sportvereine fortgesetzt wird. Die entsprechenden Mittel stammen aus dem Sondervermögen des Landes Nordrhein-Westfalen. Darüber hinaus sind im Landeshaushalt Mittel vorgesehen, die höhere Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen ermöglichen. „Dies löst nicht auf einen Schlag alle Nachwuchsprobleme der Vereine in diesem Bereich, ist aber ein Zeichen der Wertschätzung für jene Menschen, die ihre Freizeit geben, um sich für den Sport in unserem Land zu engagieren“, so Frank Esser.
Der MSB-Vorsitzende brachte zudem seine Freude darüber zum Ausdruck, dass der Sport von der Politik „als Standortfaktor für Mülheim an der Ruhr“ anerkannt wird. Er zeige die Stadt „von ihrer besten Seite“ und trage zu ihrer Attraktivität bei, meinte Frank Esser. Belege dafür seien u. a. der Erfolg von Angeboten wie „Sport im Park“, dem großen, kostenlosen Breitensportangebot von MSB und MSS, und der Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games, deren Badmintonwettbewerbe in der Westenergie Sporthalle ausgetragen wurden.
Vielfältige Baumaßnahmen
Wie MSS-Leiterin Martina Ellerwald anschließend erläuterte, profitierte die Stadt Mülheim an der Ruhr in den vergangenen Jahren mehrfach von Bundes- und Landesmitteln für dringende Sanierungs- und Neubauprojekte. Diese kommen u. a. der Sporthalle Lehnerstraße, der Sporthalle an der Ludwig-Wolker-Straße, der Sportanlage an der Mintarder Straße, die zu einer Leichtathletikanlage Typ B mit Kunststoffrundlaufbahn und Trainingsbeleuchtungsanlage umgebaut wird, dem Radmotorikpark in Winkhausen und dem Bundesstützpunkt Hockey beim HTC Uhlenhorst zugute.
Martina Ellerwald berichtete ferner, dass sich Mülheim an der Ruhr mit drei Projekten am Programmaufruf zum Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ beteiligt und auf ein positives Votum hofft. Zudem sieht der „Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur“ jeweils ein Förderprogramm für kommunale Sportstätten und für kommunale Bäder vor. „Letzteres könnte ein Fundament für die Realisierung eines ‚Schwimmbades Links der Ruhr‘ sein“, so die Leiterin des MSS.
Unabhängig davon steht den Kommunen in Nordrhein-Westfalen jährlich die sogenannte Sportpauschale des Landes zur Verfügung, über die Sportvereine bei ihren Baumaßnahmen und bei der Beschaffung von Grundsportgeräten finanziell unterstützt werden können.
MSB und MSS als Dienstleister
Wie Frank Esser abschließend betonte, wollen MSB und MSS auch im Jahr 2026 ein Dienstleister und damit der Garant dafür sein, dass sich die Sportvereine u. a. auf ihre Jugendarbeit, ihr Miteinander und ihre integrativen Leistungen konzentrieren sowie Demokratie erlebbar machen können. In diesem Zusammenhang dankten der MSB-Vorsitzende sowie MSS-Leiterin Martina Ellerwald sowohl allen Mitarbeitenden und ehrenamtlich Engagierten als auch den Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft sowie von Stiftungen für ihre große Unterstützung des Sportgeschehens in Mülheim an der Ruhr.
Hochkarätige Gäste
Am Jahresempfang 2026 nahmen u. a. die Bürgermeister Markus Püll und Alexandra Hanf, Stadtdirektor und Sportdezernent David Lüngen, die weiteren Beigeordneten Frank Mendack, Anja Franke, Dr. Daniela Grobe und Felix Blasch, der Bundestagsabgeordnete Sebastian Fiedler, der Landtagsabgeordnete Rodion Bakum, Detlef Berthold, Referatsleiter Sportstätten in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, zahlreiche weitere Mitglieder der Fraktionen im Rat der Stadt sowie die beiden MSB-Ehrenvorsitzenden Prof. Dr. Werner Giesen und Wilfried Cleven teil.
Claudia Pauli (Pressesprecherin MSB)
V.l.: Detlef Berthold (Referatsleiter Sportstätten in der NRW-Staatskanzlei), Alexandra Hanf (2. Bürgermeisterin), David Lüngen (Stadtdirektor und Sportdezernent), Markus Püll (1. Bürgermeister), Martina Ellerwald (Leiterin MSS), Dr. Roland Chrobok (Vorsitzender Sportausschuss im Rat der Stadt) und Frank Esser (Vorsitzender MSB) mit den Jahresberichten 2025.
Der Jahresempfang war einmal mehr gut besucht.
Frank Esser
Martina Ellerwald. Fotos: Claudia Pauli.
