FSJ-Projekte

Jeder Freiwilligendienstleistender braucht, damit das FSJ anerkannt wird, ein Projekt, welches eigenständig geplant und durchgeführt werden muss.
Bei der Wahl der Projekte haben die FSJ'ler*innen weitesgehend freie Hand. Sie können und sollen kreativ werden.

Über die Projekte unserer FSJ'ler*innen können Sie sich im Folgenden gerne näher informieren.

Alina Twelker

Alina Twelker

Referentin Jugendsport

"MSB Soccercourt Cup" 2020 - FSJ-Projekt von Jonathan Ueding

Am 10.05.2020 sollte der Tag des (Mülheimer) Sports in der Mülheimer Innenstadt durchgeführt werden. Im Rahmen dieses Tages, hat unser FSJ'ler Jonathan Ueding ein Soccercourt Turnier für fünf Mülheimer Fußballmannschaften organisiert.
Auch wenn das Turnier aufgrund der Corona Pandemie leider ausfallen musste, hat Jonathan sein Projekt - in einer kleinen Geschichte - veranschaulicht und festgehalten:


Zu schön um wahr zu sein

Leon läuft langsam die Treppe runter. Es ist früh und am reich gedeckten Frühstückstisch sitzen Leons Eltern und seine ältere Schwester Ida. Es ist ein warmer, sonniger Frühsommertag. Leon setzt sich an den Tisch und schnappt sich ein Brötchen. „Und Leon?“, fragt Leons Mutter. „Freust du dich auf den Tag heute?“. „Na klar Mama“, platzt es aus ihm heraus. „Ich bin schon so aufgeregt. Gestern konnte ich kaum schlafen“. Es ist Sonntag und der 7-jährige Leon hat heute Spannendes vor. In Mülheim findet in der Stadt ein Tag des Sports statt und Leon darf zusammen mit seiner Fußballmannschaft an einem Soccercourt Turnier teilnehmen. Das Turnier wurde vom Mülheimer Sportbund geplant und fünf F-Jugenden aus Mülheimer Fußballvereinen nehmen teil. „Kommen Oma und Opa auch?“, fragt Leons Schwester Ida. „Ja sie wollen zugucken, kommen aber direkt in die Innenstadt zum Turnier“, antwortet die Mutter. „Super, dann komme ich auch mit“, entgegnet Ida. Leons Aufregung steigt. Bei so vielen Zuschauern muss ich unbedingt ein Tor schießen, denkt er sich.
Eine Stunde später machen sich alle auf den Weg. Leon hat schon beim letzten Fußballtraining Trikot, Hose und Stutzen bekommen, da man in der Stadt keine Möglichkeiten zum Umziehen hat. „Haben wir alles?“, fragt die Mutter. Leon überlegt und ruft dann erschrocken: „Meine Fußballschuhe, ich habe meine Fußballschuhe vergessen.“ „Aber Leon! Die brauchst du heute doch nicht. Dein Trainer hat doch erzählt, dass der Soccercourt auf Asphalt aufgebaut wird und ihr deshalb mit euren Straßenschuhen spielt“, erklärt ihm sein Vater. Leon erinnert sich wieder und ist beruhigt.

Wenig später erreicht die Familie die Innenstadt und sobald das Auto in der Tiefgarage zum Stehen gekommen ist, springt Leon auch schon raus. „Los geht’s“, ruft Leon und kann  kaum auf die Anderen warten. Sie gehen die Treppe der Tiefgarage hoch und befinden sich mitten in der Stadt. Wo es sonst eher leer ist, ist es heute prall gefüllt. Überall haben Sportvereine ihre Stände aufgebaut, informieren und bieten Angebote an. Während sich seine Eltern noch orientieren, hat Leon schon längst seine Freunde gesehen. Zusammen mit seinem Trainer stehen sie schon alle an dem Soccercourt. „Da spielen wir drin?“ fragt Leon nachdem er alle begrüßt hat. Sein Trainer antwortet: „Ja, heute wird es ein bisschen anders. Jedes Spiel dauert 10 Minuten, aber weil der Soccercourt klein ist, spielen wir mit nur 4 Spielern plus Torwart“. „Wie viele Spiele haben wir denn?“ fragt ein anderes Kind aus Leons Mannschafft. „4“, antwortet der Trainer und sorgt damit für fröhliche Gesichter bei seiner Mannschaft.
Nachdem ein wirklich sehr freundlicher junger Mann alle Mannschaften begrüßt hat, geht es dann endlich los. Leon darf im ersten Spiel direkt spielen und will das Spiel unbedingt gewinnen. Doch die Gegner sind zu stark und Leons Team verliert. Das zweite Spiel muss Leon pausieren, doch seine Mannschaft gewinnt trotzdem knapp. Kurz vor seinem dritten Spiel erreichen Leons Großeltern das Spielfeld. „Na Leon? Schon getroffen heute?“, fragt sein Opa stolz. „Ne noch nicht“, antwortet Leon leicht geknickt. „Das wird schon noch. Du zeigst gleich, was du drauf hast. Wir glauben an dich.“. Leon hat nun neuen Mut gefasst und schießt tatsächlich beim nächsten Spiel das entscheidende Tor zum Sieg. Beim letzten Spiel darf Leon wieder ran und trifft sogar zweimal. Die ganze Familie jubelt und feuert an, doch am Ende schafft die Mannschafft nur ein Unentschieden. „Super Leon, ganz starkes Spiel von dir“, empfängt ihn sein Trainer. Die Familie kommt auch herbei und alle gratulieren Leon zu seiner Leistung. Währenddessen kommt der junge Mann vom MSB, der auch alle begrüßt hat, auf Leons Mannschaft zu und sagt: „Grade läuft das letzte Spiel, danach bitten wir euch einmal hoch zur Bühne zu laufen. Dort wird es eine Siegerehrung geben.“. Daraufhin ruft der Trainer alle Spieler zusammen, sodass alle gemeinsam zur Bühne laufen.
Nachdem das letzte Spiel vorbei ist machen sich alle Mannschafften langsam auf den Weg. Die Bühne steht auf einem Platz ca. 200 Meter vom Soccercourt entfernt. Auf der Bühne findet schon den ganzen Tag unterschiedliches Programm statt und viele Leute gucken zu. Während die Mannschaften vor der Bühne warten geht der junge Mann auf die Bühne und bekommt das Mikrofon. Er bedankt sich bei allen für das tolle Turnier und kündigt die Siegerehrung an. Zudem bedankt er sich bei allen Helfern und bei dem Sportgeschäft Sport Duwe, welches für alle Teilnehmer ein T-Shirt gesponsert hat. „Cool, wir kriegen ein T-Shirt“, freut sich Leon. Die Siegerehrung beginnt und die Mannschaft auf Platz 5 wird aufgerufen. Wievielter wir wohl sind, denkt sich Leon. Hoffentlich Erster. Platz 4 wird aufgerufen. „Guck mal“, ein Freund von Leon stupst ihn an und zeigt auf die Bühne. „Die kriegen Medaillen“. „Juhu“, freut sich Leon. „Die häng ich an meine Wand, neben die Anderen“. Platz 3 wird verkündet. Wir sind mindestens 2., freut sich Leon heimlich während er sieht, wie die Mannschaft auf Platz 3 einen Pokal in die Höhe hält. Dann ist Leon mit seiner Mannschaft dran. Sie haben mit ihrer Leistung den 2. Platz belegt. Unter dem Applaus der Zuschauer laufen alle auf die Bühne. Leon bekommt das T-Shirt und jemand hängt ihm die Medaille um. Stolz grinst Leon Richtung Mama und Papa, die fleißig Fotos schießen. „Leon“, ruft ihn sein Trainer. „Nimmst du das hier mal entgegen?“ Leon kann es nicht fassen, er darf den Pokal annehmen. Überglücklich nimmt er den Pokal und hält ihn in die Höhe. Er guckt von der Bühne in die vielen Menschen, die klatschen. Alle jubeln ihm und seiner Mannschaft zu.
Ein tolles Gefühl – ein toller Tag.

Doch plötzlich bemerkt Leon wie alles anfängt zu verschwimmen. Die Umgebung wird unscharf und die Geräusche werden leiser. Das laute Klatschen und der Lärm der Innenstadt, alles wandelt sich in eine einzige, bekannte Stimme. „Leon, Leon, aufstehen Leon.“ Es ist seine Mutter. „Heute ist Sonntag und wir wollen gleich in den Park.“
Leon hat nur geträumt. Das Turnier wurde wegen der Corona Pandemie abgesagt. Es gab keine Spiele, keine Tore und keine Siegerehrung. Leon bleibt nur sein Traum.

 

- Jonathan Ueding

Sportgeräteverleih-Flyer - FSJ-Projekt von Hannah Moll

Das eigentliche Projekt unser Fsj'lerin Hannah Moll hätte mit den Mülheimer Grundschule stattgefunden. In den Pausen hätte sie dann unterschiedliche Challenges mit den Kindern durchgeführt.

Doch dann, als sich das Corona Virus ausbreitete und allmählich alle Schulen geschlossen wurden,  musste ein neues Projekt her.

So kam sie auf die Idee, einen Flyer für den ,,Mülheim macht Sport'' Geräteverleih zu entwerfen. Als Erstes hat Hannah von den Geräten Fotos gemacht, die auf dem Flyer zu sehen sind. Dann war es wichtig, das Design richtig anzupassen  und die Bilder anzuordnen. Zuletzt musste noch ein Text geschrieben und dieser dann auf die freien Felder plaziert werden, bevor der Flyer schließlich in den Druck geschickt wurde


Der Flyer: