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Chili - unser Papagei

Klickt doch einfach auf die grauen Felder und lernt mich und meine Geschichte besser kennen. Findet ihr die Aufgaben und Rätsel? Am besten schaut ihr hier regelmäßig vorbei, denn ab und zu gibt es auch etwas Neues zu entdecken.

Eine Geschichte über Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Integration

Mittlerweile wisst ihr ja schon, dass ich ein Papagei bin. Papageien gelten als besonders intelligente und farbenfrohe Tiere – Schau, mein buntes Federkleid! Es gibt uns in unzähligen Arten – große, kleine, dicke, dünne, … und sind alle Vögel und haben alle Federn, Flügel und einen Schnabel. Wellensittiche und Kakadus sind zum Beispiel auch Papageien.

Nach allgemeinem Verständnis leben wir vor allem in einem warmen Klima und sind ursprünglich nicht in Mitteleuropa vorzufinden. Durch den Einfluss der Menschen oder andere Gegebenheiten haben wir uns aber auf der ganzen Welt ausgebreitet. Ich fand meinen Weg über den Ruf der Halsbandsittiche, die hier so genannten Kö-Papageien, nach Deutschland. Diese Leben nun schon seit einiger Zeit im Bereich des Rheins und werden nun, nachdem mehrere Generationen der Einwanderung vergangen sind, als Einheimische akzeptiert. Auf meinem Weg machte ich mir sorgen, ob die anderen Vögel mich in Deutschland akzeptieren würden, doch der urälteste Halsbandsittich sagte „Wir schaffen das. Denn auch wir sind nicht von hier. So wie wahrscheinlich keine andere Art hier immer schon gelebt hat. Der Unterschied ist, bei den einen erinnert man sich dran, bei den anderen ist das schon so lange her, dass sich noch nicht mal die Erde daran erinnert“.

Allerdings fand ich den Rhein ein bisschen zu groß und flog weiter nach Mülheim an der Ruhr. Der Fluss und die Stadt waren richtig schön aus der Luft. Hier wollte ich bleiben. Ich versuchte mich in der Stadt zu integrieren und suchte ein Zuhause für mich. So flog ich zur Petrikirche, stellte aber fest, dass dort bereits Falko, der Turmfalke, lebt. Dieser wirkt auf mich sehr gefährlich und prompt verteidigte er seinen Turm. Als ich fragte, was er denn gegen mich hätte, sprach Falko, er hätte Angst. Ich konnte meinen Ohren nicht trauen, und fragte, ob es an mir läge und was ihm an mir Angst machen würde. Da entgegnete mir Falko, dass ich einerseits zwar ganz anders aussehe, als die anderen Vögel, dies jedoch eigentlich nicht der Grund ist, wenn er richtig drüber nachdenkt. Er hat Angst darum, dass er seiner Beschäftigung, um den Turm herumzukreisen und die Tauben in Schach zu halten, bald nicht mehr nachgehen kann, wenn ich ihn ersetzen würde, und dadurch dann die sowieso schon schwere Nahrungsbeschaffung noch schwieriger wird. Ich erwiderte, dass ich ihn doch sowieso nie ersetzen könne und das auch gar nicht möchte. Ich wollte lieber Freundschaft mit Falko schließen. Falko blieb zwar skeptisch, aber gab der Sache eine Chance. Einen Rat gab Falko mir aber mit auf den Weg: „Am besten suchst du dir eine Aufgabe in Mülheim, dann wird dir auch nicht langweilig.“

So begab ich mich auf die Suche nach einer Aufgabe. Während dieser Suche flog ich an der Ruhr vorbei und sah einige Enten. Eine Ente, namens Elli, sprach mich an. Wir tauschten uns aus und ich lernte langsam die Rufe der heimischen Vögel zu deuten. So klappte die Kommunikation immer besser.

Allerdings fand ich nach wie vor keine Aufgabe für mich. So langsam beäugten mich andere Vögel, die weniger nett waren, als die, die ich bisher getroffen hatte. Sie sammelten sich in Scharen und beäugten mich. Die Furcht stieg immer mehr und mehr in mir auf und so langsam zweifelte ich, ob ich es alleine schaffen kann – in dieser für mich fremden Welt.

Da kam ein majestätischer, schwarzer Vogel auf mich zu, der sich als Kalle, die Krähe, vorstellte. Kalle sagte, er hätte mich seit längerer Zeit beobachtet und nun möchte er mir helfen. Er riet mir, mir selbst eine Aufgabe zu schaffen, wenn ich denn so schnell keine finden würde. „Die Menschen mögen Farben. Vor mir haben sie Angst und zu großen Respekt, als dass ich ihnen Freude bringen würde. Und die meisten derjenigen, denen ich Freude bringe, sind selbst furchterregend oder halten mich für eine Art Gott, der aus dem Norden kommt. Dies ist Schwachsinn, denn mich gibt es überall. Ich bin ein Vogel, wie auch du einer bist.“ Ich freute mich und wir freundeten uns an. Dies half mir sehr, in der für mich immer noch fremde und neue Welt anzukommen und meinen Platz zu finden. Schnell merkte ich, dass Kalle ein intelligenter Vogel ist, und verstand, warum man seine Art die ‚Menschenaffen der Vögel‘ nennt. „Lieber das Köpfchen statt die Physis nutzen“ predigte Kalle, der auf diese Art bereits Adler ausgetrickst haben soll, die ihm willkürlich an den Kragen wollten. Auch Falko gab zu, dass er durch die Nutzung seines Verstands ein glücklicheres und zufriedeneres Leben in Gemeinschaft mit anderen Vogelarten führen konnte, da „niemand einen Einfluss auf seine Vogelart hat, aber dafür auf das eigene Verhalten den anderen gegenüber“.

Doch immer noch wusste ich nicht, wie und wo ich mich eingliedern sollte. Mir haben zwar einige Kuckucks bereits Aufgaben angeboten. Da sie nicht ehrenwert waren, wollte ich diese nur im absoluten Notfall annehmen. Außerdem habe ich bei den Spechten vorbeigeschaut, die mich versucht haben, im Baumhacken auszubilden. Doch das war nichts für mich und auch das ist „vollkommen in Ordnung“, wie die Spechte sagten, denn nicht jede Aufgabe ist für jeden gemacht, da jeder seine eigene Berufung selbst finden muss.

So machte ich mich weiter auf die Suche, bis schließlich Elli, der Ente, eine Idee kam. Sie sagte, dass vor allem menschliche Kinder eine große Freude an Tieren haben und vielleicht etwas in dieser Richtung was für mich wäre. Kalle, der es als Krähe wohl aufgrund von Vorurteilen niemals schaffen wird, Kinder zu erfreuen, sah darin DIE AUFGABE für mich! Er sagte zu mir: „Du hast nun eine Idee. Probiere doch aus, ob das was für dich ist“. Optimistisch flog ich über Mülheim und hielt Ausschau nach Gelegenheiten.

Mir fiel auf, dass Kinder und Jugendliche in Mülheim oft in Bewegung sind – egal ob rennend, joggend, springend, werfend, schießend, paddelnd und so weiter. Manche konnten sogar fliegen, meist aber nur für einen kurzen Moment. Das wollte ich mir mal aus der Nähe anschauen und flog im Sportpark Styrum vorbei. Als die Kinder und Jugendlichen mich fasziniert und fröhlich musterten und daraufhin die Freude in ihren Gesichtern abzulesen war, wusste ich, dass das das Richtige war. Ich wollte Kinder und Jugendliche beim Sport treiben begleiten, erfahren, was sie daran mögen, die verschiedenen Sportarten kennenlernen und, und, und. Zum Glück traf ich dann noch jemanden der Sportjugend des Mülheimer Sportbundes e.V., der DIE Aufgabe für mich hatte: Sie suchten ein Maskottchen. Und wer eignet sich nun mal besser als ein Maskottchen als ich??? Ich fliege nun jeden Tag über Mülheim und schaue mir an, was Kinder und Jugendliche hier so Sportliches machen. Das ist ganz schön spannend kann ich euch sagen! Als Maskottchen der Sportjugend im Mülheimer Sportbund e.V. bin ich jetzt immer hautnah dabei und besuche viele verschieden Projekte und Veranstaltungen, wo Kinder und Jugendliche sich bewegen und sich austoben. Außerdem vermittle ich die Werte der Sportjugend im MSB: Zusammenhalt, Fairness und Mitsprache. Denn das habe ich auf meiner Reise gelernt. Es ist toll, wenn man Freundschaften schließt, einem geholfen wird und man ohne Vorurteile und gerecht behandelt wird.

Auf der rechten Seite könnt ihr im Downloadbereich alle Ausmalbilder herunterladen.

Erkennt ihr alle Sportarten?

Ihr dürft mich gerne auf euren Flyern, Webseiten etc. platzieren. Dazu findet ihr rechts im Downloadbereich zwei verschiedene Varianten von mir. Wenn ihr möchtet, komme ich auch bei einer Veranstaltung von euch vorbeigeflogen. Meldet euch bei uns!